Branchenkonjunktur der Papierverarbeitung 2014

Steigende Umsätze im Inland deutlicher Umsatzrückgang im Ausland

27.02.2015 - Vor allem die stockende Nachfrage aus dem europäischen Ausland hat der deutschen papierverarbeitenden Industrie im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von -1,0 Prozent auf insgesamt 18,06 Mrd. Euro beschert.

Während die Auslandsumsätze mit -9,7 Prozent deutlich zurückgingen, stieg der Inlandsumsatz mit Papier- und Pappewaren um 2,6 Prozent auf 13,09 Mrd. Euro. „Wir verkaufen etwa zwei Drittel unserer Produkte in die Eurozone. Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in manchen EU-Mitgliedsländern und die Spannungen um Russland und die Ukraine, haben deutliche Spuren in den Bilanzen hinterlassen“, erklärt der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Papierverarbeitung Marc Büttgenbach.

Rege Akquisitionstätigkeit

Bei Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe und Folien, der mit Abstand größten Warengruppe der Branche, gingen die Auslandsumsätze sogar um -12,5 Prozent auf 2,53 Mrd. Euro zurück. Auch hier lagen die Inlandsumsätze mit 7,93 Mrd. Euro um 2,8 Prozent über dem Vorjahr. Büttgenbach: „Die Risiken für den Markt sind schwer kalkulierbar. Wir können uns nicht auf eine anhaltend gute Binnenkonjunktur verlassen. Wenn die Energiekosten anziehen und Lohnzuwächse ausbleiben, wird auch der private Konsum an Fahrt verlieren.“ Einige Unternehmen der Branche würden versuchen, das fehlende organische Wachstum durch eine rege Akquisitionstätigkeit auszugleichen. Die Zahl der Beschäftigten in der Papierverarbeitung ist 2014 um -0,9 Prozent auf 80.647 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt gesunken. Besonders kritisch beurteilt der WPV die nach wie vor großen Probleme bei der Suche nach Auszubildenden und Maschinen- und Anlagenführern.

„Die Papierverarbeitung steht vor schwierigen Zeiten mit sinkenden Bedarfen, steigenden Preisen und einer zunehmenden Regulierung. Für Unruhe im Markt sorgen vor allem die Diskussionen über die geplante Druckfarben- und die Mineralölverordnung. Die wirtschaftspolitische Vertretung der Brancheninteressen wird daher immer wichtiger“, erklärt Marc Büttgenbach.

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